Dritte Option oder gar kein Geschlechtseintrag?

Die Nationale Ethikkommission hat endlich den lange erwarteten Bericht zur Erweiterung der Geschlechtseinträge um eine nicht binäre Option bzw. die Streichung des Geschlechtseintrags veröffentlicht. Er war vom Bundesamt für Justiz aufgrund der drei Postulate von Sibel Arslan, Rebecca Ruiz und Beat Flach in Auftrag gegeben worden. 

Ständerat: Selbstbestimmung erst ab 16

In der dritten ständerätlichen Debatte über die vereinfachte Änderung des Geschlechtseintrages schlug Ständerätin Heidi Z’graggen (CVP Uri) einen vernünftigen Kompromiss für Minderjährige vor: Zwingende Zustimmung der gesetzlichen Vertretung für alle bis 12 Jahre, zwischen 12 und 16 entweder Zustimmung oder eine dreimonatige Bedenkfrist und ab dem Alter 16 Selbstbestimmung.

Nationalrat unterstützt uns erneut!

Der Nationalrat will nichts wissen von dem faulen Kompromiss, den der Ständerat letzte Woche vorschlug: Die vereinfachte Änderung des Geschlechtseintrages soll allen Urteilsfähigen zugänglich sein. Eine Mehrheit des Nationalrates (93 zu 81, 11 Enthaltungen) will weder, dass alle unter 16-Jährigen, noch dass alle unter 18-Jährigen zwingend die Zustimmung der Eltern brauchen. Die Frage geht nun …

Ständerat schlägt faulen «Kompromiss» vor

Heute Morgen debattierte der Ständerat über das sogenannte Zustimmungserfordernis, also darüber, ob urteilsfähige Minderjährige (und Personen unter umfassender Beistandschaft) künftig ihren Geschlechtseintrag nur noch mit Zustimmung der gesetzlichen Vertretung (meist die Eltern) ändern können. Leider beharrt eine konservative Mehrheit auf dem Zustimmungserfordernis, das aber «nur» noch bis zum Alter 16 notwendig sein soll. Diese Reduktion …

Rechtskommission des Ständerates nun auch für Jugendliche

Die Rechtskommission des Ständerates (RK-S) hat sich zum zweiten Mal damit befasst, ob urteilsfähige Minderjährige, die ihren Geschlechtseintrag ändern wollen, dazu zukünftig die Zustimmung ihrer Eltern benötigen sollen, wie es der Gesetzesentwurf des Bundesrates vorsieht. Und kommt nun zur Einsicht, dass darauf verzichtet werden sollte!

Nationalrat sagt Ja zu Selbstbestimmung

Heute sind wir der selbstbestimmten Änderung des Geschlechtseintrages einen grossen Schritt näher gekommen: Der Nationalrat stimmte dafür, dass in Zukunft eine einfache Erklärung auf dem Zivilstandsamt ausreicht, um passende Papiere zu bekommen (121 Ja zu 61 Nein, 13 Enthaltungen). Die Änderung wird damit viel kostengünstiger, schneller und einheitlicher als bisher. Und es wird keine ärztliche …

Etappensieg für Minderjährige!

Die Rechtskommission des Nationalrates (RK-N) will auch jugendliche trans und intergeschlechtliche Menschen schützen: Gestern sprach sich eine Mehrheit der Kommission dafür aus, dass zukünftig der Geschlechtseintrag selbstbestimmt geändert werden kann – auch von urteilsfähigen Minderjährigen. Transgender Network Switzerland (TGNS) ist hoch erfreut über diesen Entscheid und fordert das Parlament auf, der RK-N zu folgen.

Ein Schritt nach vorne, aber …

Der Ständerat hat sich klar für eine Vereinfachung der Änderung des Geschlechtseintrages von intergeschlechtlichen und trans Menschen ausgesprochen – aber auch gegen die Selbstbestimmung von trans und intergeschlechtlichen Minderjährigen und Menschen unter umfassender Beistandschaft. Die Organisationen InterAction Suisse und TGNS sind zwar erfreut über das erleichterte Verfahren, aber auch entrüstet über den vor allem für …

Ungarn schränkt Rechte ein

Trotz internationaler Proteste hat das ungarische Parlament am Dienstag, 19. Mai 2020, die Möglichkeit der rechtlichen Anerkennung von trans und intergeschlechtlichen Menschen abgeschafft. Damit werden grundlegende Rechte beschnitten und trans Menschen weiteren Diskriminierungen ausgesetzt. 

Hate-Crime-Bericht 2019

Im Jahr 2019 wurden 66 Fälle von LGBTQ-feindlichen Hate Crimes gemeldet, also mehr als ein Fall pro Woche. Gleichzeitig bleibt die Dunkelziffer hoch. Das zeigt: Angriffe auf LGBTQ-Personen sind leider weiterhin alltägliche Realität. Die LGBTQ-Organisationen fordern nun einen nationalen Aktionsplan mit griffigen und koordinierten Massnahmen.