Zürich schreibt inklusiv

Die Stadt Zürich gibt sich ein neues Sprachreglement, um nicht binäre Menschen in den Texten der Stadtverwaltung sichtbar zu machen. Als Grundsatz legt das revidierte Sprachreglement fest, dass Personen aller Geschlechter sprachlich gleichberechtigt behandelt werden. Dazu wird der Genderstern neu eingeführt. Wir sind sehr erfreut, hat sich der Stadtrat für den Genderstern und damit für ein typographisches Zeichen, das auch in der Community beliebt ist, entschieden.

Dank dem neuen Reglement werden auch nicht binäre Einzelpersonen von der Stadtverwaltung korrekt angeschrieben werden und in Formularen sollen nicht binäre Optionen eingeführt werden. Der Genderstern oder eine geschlechtsneutrale Bezeichnung kommt aber auch dann zum Einsatz, wenn mit einem Text Personen verschiedener Geschlechter gemeint sind oder wenn von einer Person die von ihr erwünschte geschlechtsbezogene Bezeichnung nicht bekannt ist. Von diesem Grundsatz kann nur in den Fällen, die das Reglement aufzählt, abgewichen werden. Zum Beispiel wenn gesetzlich definierte Berufsbezeichnungen übernommen werden oder wenn die Umsetzung nur mit einer grossen Umprogrammierung einer IT-Applikation möglich wäre, dann kann auf binäre Formen ausgewichen werden. In bestimmten juristischen Texten wird der Genderstern auch nicht verwendet werden.

Nationaler Aktionsplan gegen Hate Crimes

Der Nationalrat hat am 1. Juni 2022 mit 105 zu 64 Stimmen (bei 16 Enthaltungen) ein Postulat für einen nationalen Aktionsplan gegen LGBTQ-feindliche Hate Crimes angenommen. Der Bundesrat hat nun den Auftrag, zusammen mit den Kantonen und Gemeinden einen umfassenden Aktionsplan mit Massnahmen gegen Hasstaten auszuarbeiten und umzusetzen. Zu den Massnahmen gehören neben einer besseren Unterstützung und einem wirksamen Schutz von Betroffenen auch solche gegen Gewalt und LGBTQ-feindliche Einstellungen sowie Täter_innen-Arbeit.

Hate Crime Bericht

Medienmitteilung von Transgender Network Switzerland (TGNS), Lesbenorganisation Schweiz (LOS) und Pink Cross

Zum IDAHOBIT, dem Internationalen Tag gegen LGBTI-Feindlichkeit, veröffentlichen TGNS, LOS und Pink Cross den neusten Hate Crime Bericht. Er zeigt: Die Abstimmung über die “Ehe für alle” brachte insbesondere lesbischen, bisexuellen und schwulen Personen mehr Sichtbarkeit, aber nicht mehr Sicherheit für die queere Community. Im Jahr 2021 verzeichnete die LGBT+ Helpline 92 Meldungen von LGBTQ-feindlichen Hate Crimes – 50% mehr als im Vorjahr. Insbesondere die Zahl an transfeindlichen Übergriffen ist gegenüber den Vorjahren stark gestiegen. Und doch bildet der Hate Crime Bericht nur die Spitze des Eisbergs ab: Die Forderung der LGBT-Dachverbände nach einer nationalen Erfassung ist aktueller denn je. 

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TRANS-BERATUNGSSTELLE IN BERN

Raphaël Guillet leitet seit 1. Februar die Trans-Beratung am Checkpoint Bern. Der gebürtige Lausanner stellt sich vor.

Das Thema Geschlechtsidentität begleitet mich persönlich und beruflich seit mehreren Jahren. Persönlich, weil ich mich selber als trans Mann definiere. Beruflich, weil ich als Sozialpädagoge regelmässig Inputs, Weiterbildungen und Workshops zum Thema LGBTIQ* konzipiere und leite. Im Dezember werde ich eine Ausbildung als Fachperson sexuelle Gesundheit abschliessen – auch dabei habe ich wertvolles Wissen und praxisorientierte Kompetenzen in diesem Bereich erworben.

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Medienkritik: «Gredig direkt»

Am 31. März 2022 war die deutsche Autorin Alice Schwarzer bei der SRF Sendung «Gredig direkt» zu Gast, um ihr neues Buch über den angeblichen trans Hype zu bewerben. Auch wenn der Moderator mitunter Anläufe nahm, ihrer Polemik entgegenzusteuern, blieb das Ganze doch sehr frustrierend und irreführend mit vielen Fehlinformationen und unbelegten, unwidersprochenen transfeindlichen Behauptungen Im Folgenden könnt ihr die ausführliche Rückmeldung nachlesen, die wir der Redaktion geschickt haben. Wir halten euch bezüglich Updates und Reaktionen auf dem Laufenden!

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10 Jahre Fachstelle für trans Menschen und ein Abschied

Zehn Jahre hat Hannes Rudolph die Fachstelle für trans Menschen geleitet und gestaltet. Nun hört er auf, um sich neuen Dingen zuzuwenden. Er sagt der Community «Danke!».

TGNS und Checkpoint Zürich schreiben die Stelle aus.

von Hannes Rudolph, Leiter der Fachstelle für trans Menschen in Zürich

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Was gilt? LGBTI – Meine Rechte (Update Januar 2022)

LGBTI-Menschen stellen sich im Alltag immer wieder rechtliche Fragen. Eine grossartige neue Broschüre, herausgegeben von der Law Clinic der Universität Genf, der Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Bern und der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich, hilft nun mit vielen Antworten weiter!

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Call for Volunteers: Content Group


Hast Du Lust, dich für unsere Community zu engagieren? Wir suchen 6 Menschen, die gerne News und Infos zusammenstellen, texten und damit die verschiedenen Plattformen bespielen. Ihr könnt euch innerhalb des Teams so organisieren, wie es für euch stimmt und diejenigen Arbeiten übernehmen, die euch am meisten liegen. Genauere Infos: 

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Transfeindliche Artikel

In der letzten Woche haben sowohl NZZ als auch Tages-Anzeiger stark transfeindliche Beiträge veröffentlicht. Wir haben uns in allen 3 Fällen mit klaren Worten an die Redaktion respektive die Ombudsstelle gewandt und Richtigstellungen verlangt.
Da sich die Beiträge teilweise hinter der Paywall befinden und wir ihnen auch keine Klicks liefern wollen, können wir sie nicht mit euch teilen, aber dafür zeigen wir euch hier unsere Beanstandungen, damit ihr informiert seid.

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Begleitung von trans Schüler_innen im Kanton Waadt

Am 13. Dezember 2021 hat die Vorsteherin der Direktion für Bildung, Jugend und Kultur des Kantons Waadt eine Richtlinie zur Begleitung von trans und nicht binären Schulkindern in der obligatorischen und der nachobligatorischen Schule (« Accompagnement des élèves trans* et non binaires dans la scolarité obligatoire et postobligatoire ») unterzeichnet. Mittels dieser Richtlinie sollen die Grundrechte von trans Schulkindern gewahrt werden.

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