Erfolg in Genf! Abfuhr an transfeindliche Zermürbungsstrategie

Wieder und wieder werden auf lokaler und nationaler Ebene Ressourcen verschwendet, um medizinisches Fachpersonal einzuschüchtern und in der Behandlungsfreiheit einzuschränken und den Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen beliebig zu verbieten. 

In Genf kassierten grade 3 transfeindliche Vorschläge heute eine klare Abfuhr.

Schon seit dem Entscheid in Bern 2023 ist bekannt, dass ein kantonales Verbot von medizinischen Behandlungen nicht rechtens ist. 

Auch Zürcher Rechtsgutachten aus dem Sommer 2025 hat festgehalten, dass dies eine klare Kompetenzüberschreitung darstellt. 

Und dennoch sehen wir uns nicht nur in Bern und Zürich, sondern mittlerweile zusätzlich in Luzern und besonders eklatant jetzt in Genf mit einer ganzen Reihe von unrechtmässigen, unverhältnismässigen und unbegründeten politischen Vorstössen konfrontiert, die genau das zur Absicht haben.

Grade mit 3 Vorstössen sollten in Genf Behandlungsverbote direkt oder indirekt erwirkt werden.

Offensichtlich wird davon ausgegangen, dass sich die Betroffenen nicht wehren können und es hinnehmen müssen, wenn ihre Rechte ohne Grundlage beschnitten werden.

Das eindeutige Ergebnisse in Genf am 23. Januar 2026 in 4 Abstimmungen zeigt deutlich, der Schutz des Gesundheitswesens und der höchstpersönlichen Rechte mehrheitsfähig und gesamtgesellschaftlich stark verankert ist.

Wir hoffen, dass es unter diesem Vorzeichen weitergeht und der verschwenderischen Zermürbungstaktik kantonal und national ein Riegel vorgeschoben werden kann.

Unten findet ihr die Medienmitteilung der lokalen Vereine gemeinsam mit TGNS (FR)

Wintersession 2025: Aktuelles zur Schweizer Trans*-Politik

Wie steht es zur Wintersession um die Schweizer Trans*-Politik? Wir informieren mit einem kurzen Überblick über relevante Motionen und Postulate rund um die Gesundheitsversorgung von trans Personen aller Altersgruppen und zum Bericht des Bundesrats zur Verbesserung der Lage non-binärer Menschen.

„Wintersession 2025: Aktuelles zur Schweizer Trans*-Politik“ weiterlesen

Jurist:innen gesucht!

Join our Legal Volunteer Team

Are you a law student or lawyer with a strong interest in human rights, anti-discrimination law, and trans rights? Would you like to gain hands-on experience by supporting trans people in Switzerland with legal questions?

TGNS’s legal advice team is looking for motivated legal volunteers to join our legal team. Volunteers will support our legal counselling services, contribute to research, and assist in drafting resources or correspondence. You’ll be working with a small team led by our Head of Legal Advice, in a collaborative and supportive environment. We will provide training to all our volunteers!

Interested?

Please send us:

  • Your CV
  • A few sentences about yourself and your motivation to volunteer with us and what your availabilities are

For more information please contact Electra Zacharias, Head of Legal Advice

We especially welcome applications from trans, non-binary, and gender-diverse people, as well as BIPOC and those from other underrepresented communities.

Join our Network of Pro Bono Lawyers

TGNS provides legal information and support to trans people across Switzerland. In cases where our individual legal counselling is not sufficient, we aim to refer our community members to legal professionals that are sensitive to the specific needs of trans people.

We are currently building a network of pro bono or low bono lawyers willing to support TGNS and our work with:

  • Advice to TGNS legal team on specific areas of law
  • Legal consultations in particularly complex or urgent individual cases
  • Potential representation in strategic or individual litigation

We work on a wide range of legal issues, including but not limited to:

  • Access to healthcare
  • Discrimination and harassment (i.e. workplace, housing, services)
  • Asylum and migration
  • Family law 
  • Name and gender marker changes
  • Criminal law matters

What are we looking for:

  • Fully qualified lawyers (Swiss bar or recognised foreign qualification)
  • Willingness to take on occasional pro bono or reduced-fee cases
  • Respect for TGNS’s values and commitment to trans rights
  • Ideally, previous experience with LGBTQI+ clients or anti-discrimination law

What are we offering:

  • Training for you and/or your staff on trans-affirming legal practice, inclusive language, and key legal challenges faced by trans people in Switzerland
  • Background information and case preparation/legal research by our legal team
  • Visibility (with your consent) as part of our trusted legal network

Interested in joining the network?

Please contact Electra Zacharias, Head of Legal Advice with a few lines about your practice areas, bar admission, and language skills and any experience working with trans clients or LGBTQI+ cases (where applicable)

We’re also happy to have a short call to answer any questions: 

Motion zum Behandlungsverbot von trans Jugendlichen: Expert:innen, Verbündete und Betroffene wehren sich

Am 23.9.25 reichte Nationalrätin Fehr Düsel eine Motion ein, die harsche Restriktionen für Eingriffe und Pubertätsblocker fordert. Community, Fachpersonen und Verbündete haben kein Verständnis für die Instrumentalisierung der Gesundheitsversorgung. Bereits im Juli kamen in kürzester Zeit 15’000 Unterschriften und ein Bündnis von über 40 Organisationen zusammen, die sich gegen diese Willkür und Diskriminierung aussprachen.

Grünes Licht von der Nationalen Ethikkommission im Herbst 2024, keinerlei Belege für systemische oder auch nur anekdotische Mängel und Fallzahlen im ein- bis tiefen zweistelligen Bereich:

Dennoch soll ein Gesetz auf Bundesebene den Zugang zu adäquater Gesundheitsversorgung für trans Jugendliche weiter erschweren.

„Motion zum Behandlungsverbot von trans Jugendlichen: Expert:innen, Verbündete und Betroffene wehren sich“ weiterlesen

Unsere neue Rechtsberatung!

Wir freuen uns ungemein, die Leiterin unserer Rechtsberatung begrüssen zu dürfen!

Seit dem 1. Juli ist Electra Zacharias (sie/ihr) erreichbar unter legal(at)tgns.ch für eure Fragen rund um Trans-Sein und Recht auf Deutsch, Französisch, Englisch und Italienisch.

Electra hat 2 Masterabschlüsse in Recht mit Spezialisierungen in Menschenrechten und und Strafrecht. Ihr Forschungsfokus liegt auf trans Menschen im Sport und der rechtlichen Anerkennung von trans Elternschaft.

Ihre aktuellen Publikationsprojekte beziehen sich auf eine Analyse des Urteils des Obersten Gerichts im Vereinigten Königreich, das trans Frauen den Schutz durch Anti-Diskriminierungsgesetze für Frauen abspricht.

Ihre bisherige Arbeitserfahrung sammelte sie im Rat der Europäischen Union, im Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien, der Internationalen AIDS Society und IGYLO, der Internationalen LGBTIQ Studierendenorganisation.

In ihrer Freizeit betreibt Electra gerne Sport und organisiert Kletterfestivals.

Kein Verbot, kein Rückschritt!

Die letzten Wochen waren überwältigend. 

Die Androhung eines nationalen Verbots von medizinischen Massnahmen für trans Jugendliche hat uns alle schwer getroffen, aber auch enorm bewegt.

Gemeinsam mit der HAZ hat TGNS eine Petition gestartet und innerhalb von 2 Tagen mehr als 10’000 Personen und über 30 Organisationen überzeugt! 

Mittlerweile sind wir bei über 12’000 Unterschriften.

Auch eine gutbesuchte Kundgebung in Zürich konnte in kürzester Zeit auf die Beine gestellt werden mit tatkräftiger Unterstützung der SP. 

Wir sind sehr stolz und dankbar, dass wir so schnell und lebhaft reagieren konnten und unser Anliegen besonders auch von der Mitte und von bürgerlichen Stimmen getragen wird.

Doch jetzt geht die Arbeit erst richtig los: Die SVP-Nationalrätin Nina Fehr Düsel hat bereits angekündigt, im September im Nationalrat einen Vorstoss für ein nationales Verbot einzureichen. Das bedeutet: Wir werden unglaublich viele Stunden im Bundeshaus, am Telefon, vor dem Computer und auf der Strasse verbringen müssen, um diesen gefährlichen Angriff auf unsere Rechte abzuwehren.

Wir müssen rechtliche Abklärungen machen, Fact Sheets erstellen, Aufklärungsarbeit leisten für Politik und Öffentlichkeit und noch viel, viel mehr. 

Das braucht alles sehr viel Zeit, Geld und Arbeit. Und das in einer Situation, die ohnehin schon angespannt ist.

 Alleine können wir das nicht stemmen.

Ausser, du hilfst uns!

Ob 15, 50 oder 100 Franken – jeder Beitrag hilft, damit wir unser Ziel erreichen und uns wehren können!

Wenn alle Unterzeichnenden 5 CHF spenden würden, wären wir versorgt!

Unterstütze die Kampagne von HAZ und TGNS jetzt!

Kein Twint?
Spende an die HAZ via Überweisung, Paypal oder Karte

Spende an TGNS via Überweisung, Paypal oder Karte

Petition: Kein Verbot, kein Rückschritt

Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli fordert ein pauschales Verbot geschlechtsangleichender Behandlungen bei Minderjährigen – ohne wissenschaftliche oder rechtliche Grundlage. Damit wird nicht nur das Vertrauen in unser Gesundheitssystem untergraben, sondern ein bewährtes Versorgungsmodell gezielt politisch blockiert.

Das ist keine Fürsorge – das ist Rückschritt.

Mit mittlerweile 25 Partnerorganisationen haben TGNS und die HAZ queer Zürich eine Petition auf Campax lanciert, um diesem Angriff einen Riegel vorzuschieben.

Hier geht’s zur Petition

„Petition: Kein Verbot, kein Rückschritt“ weiterlesen

Trans at Work: neue Studie zu trans Menschen am Arbeitsplatz

Die Berner Fachhochschule hat mit einer Befragung im Auftrag von Transgender Network Switzerland (TGNS) die aktuelle Lebenssituation von trans Personen in der Schweiz erfasst. Hauptfokus der Untersuchung lag auf dem Arbeitsleben und Wohlbefinden der Teilnehmenden. Das eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG hat das Projekt mit Finanzhilfen untersützt. Die Ergebnisse der Studie zeigen im Vergleich zu früheren Befragungen (Projekt Trans-Fair, 2015; TGNS, 2012) deutliche Fortschritte in der Gleichstellung von trans Personen in der Schweiz auf. Dennoch ist die Arbeitslosenquote in dieser Personengruppe gegenüber dem Bevölkerungsdurchschnitt noch immer stark erhöht, ihre Gesundheit und Lebenszufriedenheit verringert. Ein inklusives Arbeitsumfeld und insbesondere die Unterstützung durch Vorgesetzte sowie das eigene Team stellen essentielle Erfolgsfaktoren für trans Personen im Arbeitsleben dar. Ein Handlungsbedarf besteht sowohl im Abbau struktureller Hürden, als auch in der Sensibilisierung und Wissensvermittlung.

„Trans at Work: neue Studie zu trans Menschen am Arbeitsplatz“ weiterlesen

WE EXIST

Im Mai teilt WE EXIST mit uns realistische, vielfältige Einblicke in die Welt non-binärer Menschen anstatt das Wort den anderen und ihren immer wieder gleichen oberflächlichen Geschichten zu überlassen. Es geht um Wut und Freude, Unterstützung und Frust und vieles mehr.

„WE EXIST“ weiterlesen