Aktuelles von TGNS

Selbstbestimmung auch für trans und intergeschlechtliche Kinder

Heute hat der Bundesrat den Entwurf eines neuen Artikels im Zivilgesetzbuch verabschiedet. Dadurch sollen trans Menschen und Menschen mit Variationen der Geschlechtsentwicklung künftig in einem einfacheren Verfahren ihren amtlichen Geschlechtseintrag ändern können. Für trans und intergeschlechtliche Kinder verschlechtert sich dabei aber die Rechtslage. Transgender Network Switzerland (TGNS) und InterAction – Association Suisse pour les Intersexes ermutigen das Parlament, die notwendigen Verbesserungen vorzunehmen.

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Basel-Stadt schützt trans Menschen in Haft besser

Am 13. November 2019 verabschiedete der Grosse Rat von Basel-Stadt ein neues Justizvollzugsgesetz. Und verankert darin nicht nur, dass Frauen und Männer getrennt unterzubringen sind, sondern auch explizit dass die Geschlechtsidentität der eingewiesenen Person soweit möglich beachtet wird. Das heisst: Trans Menschen, die ins Gefängnis kommen, sind anzuhören und es wird nicht einfach über sie hinweg entschieden, wo sie untergebracht werden. Basel-Stadt nimmt sich damit als erster Kanton der besonders verletzlichen Situation von trans Menschen in Haft an.

Transgender Day of Remembrance (TDoR)

Der 20. November ist für unsere Community jedes Jahr ein bedeutendes Datum. An diesem Tag, dem Transgender Day of Remembrance (kurz: TDoR genannt) gedenken wir weltweit all jener trans Menschen, die wir im vergangenen Jahr gewaltsam verloren haben. Die gesamte Woche zuvor gilt als Transgender Awareness Week, in der Menschen für die riskante und bedrohliche Lage sensibilisiert werden sollen. 

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Umfrage: nicht binäre Geschlechtsmarker

Nicht-binäre Menschen: Was sollte in euren Ausweisen im Idealfall unter «Geschlecht» eingetragen sein, solange ein Eintrag weiter zwingend sein soll? «divers»? «X»? «non-binär»? Etwas ganz anderes?

TGNS möchte mit einer Umfrage genauer herausfinden, welche Geschlechtsmarker nicht-binäre Menschen aus der Schweiz wie gut finden. Die Umfrage richtet sich an alle Menschen, die sich nicht (ausschliesslich) als weiblich und nicht (ausschliesslich) als männlich identifizieren und die in der Schweiz leben oder die Schweizer Nationalität haben. 

Hier geht’s zur Umfrage

Vornamensänderungen neu selbstbestimmt in Zürich

Trans Menschen, die im Kanton Zürich wohnen, können ihren Namen ab sofort viel einfacher – meistens selbstbestimmt – und kostengünstiger als bisher ändern. Für die Änderung braucht es keine ärztlich / psychologische Bestätigung mehr! Damit zeigt der Kanton Zürich: Ein einfaches, rasches und transparentes Verfahren basierend auf Selbstbestimmung ist auch in der Schweiz möglich.

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Nationalrat will LGBTIQ+-feindliche Hassdelikte erfassen

Am 26. September 2019 stimmte der Nationalrat Ja zur Forderung, dass «Hate crimes aufgrund von sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Geschlechtsausdruck oder Geschlechtsmerkmalen» statistisch erfasst werden sollen. Obwohl der Bundesrat die Motion zur Ablehnung empfahl, hat sie der Nationalrat knapp angenommen: Mit 97 zu 94 Stimmen hat er sich dafür ausgesprochen, dass homo-, bi-, trans- und interfeindliche Hassdelikte statistisch erfasst werden sollen. Damit kommt ein jahrelanges Anliegen der LGBTI-Verbände endlich einen Schritt weiter. Die Motion muss nun noch vom Ständerat unterstützt werden. Ein Grund mehr, transfreundliche Kandidat_innen auch in die kleine Kammer zu wählen!

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Geht wählen!

Können wir unsere Namen und Geschlechtsmarker künftig selbstbestimmt und einfach ändern? Wird das für alle trans Menschen gelten, auch zum Beispiel für Kinder und Jugendliche? Rückt ein Geschlechtseintrag für nicht-binäre Menschen in greifbare Nähe? 

Am 20. Oktober entscheiden wir darüber! Denn dann werden die Nationalrät_innen und Ständerät_innen gewählt, die in den nächsten vier Jahren auch darüber abstimmen. Für oder gegen uns.

Du fragst dich, welche Parteien überhaupt transfreundlich sind? Keine Sorge, wir verschaffen dir den Durchblick!

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