Aktuelles von TGNS

«Keine Ruhe geben»

Portrait der Autorin Sibel Schick
Credit: Valerie-Siba Rousparast

Immer wieder verbreiten gerade die grossen Schweizer Medienplattformen transfeindliche, verleumderische und unbelegte Darstellungen. In der vergangenen Woche trafen gerade zwei happige Beiträge kurz hintereinander ein. Während der Tages-Anzeiger trans Männern internalisierten Frauenhass unterstellte, holte die NZZ mit einem Plädoyer für die transfeindlichen Bewegungen in Großbritannien gegen trans Kinder aus.

Zu unserer grossen Freude erhielten wir in dieser Sache prominente Schützenhilfe!

Die freie Journalistin, Autorin und Aktivistin Sibel Schick ergriff direkte Schritte gegen den Beitrag der NZZ und teilt mit uns hier ihre Ratschläge zu gelebter Solidarität.

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Let it snow …

Die Geschäftsstelle sowie die Rechtsberatung von TGNS gönnen sich eine Auszeit vom 21. Dezember bis am 4. Januar 2021. Die Beratungsstellen in den Checkpoints Zürich, Lausanne und Bern über die Feiertage ebenso geschlossen.

Das gesamte Team und der Vorstand von TGNS wünschen besinnliche und fröhliche Festtage sowie ein gesundes 2021!

Selbstbestimmung! Aber nicht für alle

Hast du gewusst, dass man vor zehn Jahren, als TGNS gegründet wurde, den Geschlechtseintrag nur ändern konnte, nachdem man sich hat operativ sterilisieren lassen? Dank unserer Arbeit ist das schon länger Geschichte – und heute haben wir den nächsten grossen Schritt geschafft: National- und Ständerat haben definitiv Ja gesagt zur einfachen und selbstbestimmten Änderung des Geschlechtseintrages! Und ebenfalls zur «Ehe für alle», für die sich unsere Freund_innen der LGB-Dachverbände einsetzen. Perfekt ist die Lage allerdings noch nicht.

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Dritte Option oder gar kein Geschlechtseintrag?

Die Nationale Ethikkommission hat endlich den lange erwarteten Bericht zur Erweiterung der Geschlechtseinträge um eine nicht binäre Option bzw. die Streichung des Geschlechtseintrags veröffentlicht. Er war vom Bundesamt für Justiz aufgrund der drei Postulate von Sibel Arslan, Rebecca Ruiz und Beat Flach in Auftrag gegeben worden. 

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Ständerat: Selbstbestimmung erst ab 16

In der dritten ständerätlichen Debatte über die vereinfachte Änderung des Geschlechtseintrages schlug Ständerätin Heidi Z’graggen (CVP Uri) einen vernünftigen Kompromiss für Minderjährige vor: Zwingende Zustimmung der gesetzlichen Vertretung für alle bis 12 Jahre, zwischen 12 und 16 entweder Zustimmung oder eine dreimonatige Bedenkfrist und ab dem Alter 16 Selbstbestimmung.

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Nationalrat unterstützt uns erneut!

Der Nationalrat will nichts wissen von dem faulen Kompromiss, den der Ständerat letzte Woche vorschlug: Die vereinfachte Änderung des Geschlechtseintrages soll allen Urteilsfähigen zugänglich sein. Eine Mehrheit des Nationalrates (93 zu 81, 11 Enthaltungen) will weder, dass alle unter 16-Jährigen, noch dass alle unter 18-Jährigen zwingend die Zustimmung der Eltern brauchen. Die Frage geht nun wieder zurück an den Ständerat.

LGBTIQA-Community-Wichteln

Mach mit beim Community-Wichteln! Wir vermitteln dir zwei queere Menschen, denen du anonym kleine Geschenke schickst – und du kriegst von zwei anderen Leuten Geschenke zugeschickt. Am Schluss lösen wir auf, wer wessen Wichtel war. Für ein spannendes Jahresende in der Community. Anmeldeschluss diesen Donnerstag, 3. Dezember um 20 Uhr – einfach über dieses Formular anmelden: Community-Wichteln

Eine Aktion der nationalen Dachverbände TGNS, Pink Cross und LOS.

Ständerat schlägt faulen «Kompromiss» vor

Heute Morgen debattierte der Ständerat über das sogenannte Zustimmungserfordernis, also darüber, ob urteilsfähige Minderjährige (und Personen unter umfassender Beistandschaft) künftig ihren Geschlechtseintrag nur noch mit Zustimmung der gesetzlichen Vertretung (meist die Eltern) ändern können. Leider beharrt eine konservative Mehrheit auf dem Zustimmungserfordernis, das aber «nur» noch bis zum Alter 16 notwendig sein soll. Diese Reduktion um zwei Jahre ist kein Kompromiss, dies ist unverändert ein nicht akzeptabler Angriff auf das Wohl von trans und intergeschlechtlichen Jugendlichen. Noch ist aber nichts endgültig entschieden: Voraussichtlich am 7. Dezember wird der Nationalrat wieder darüber abstimmen.

Rücktritt Lea Berger

Mit grossem Bedauern müssen wir den Rücktritt unserer frisch gewählten Co-Präsidentin Lea Berger bekanntgeben. Wir wünschen Lea alles Gute für ihren weiteren Weg und bedanken uns für ihre Arbeit für TGNS. Nachfolgend in ihren eigenen Worten:

Liebe TGNS-Community

Ich muss euch heute mit Bedauern mitteilen, dass ich die Wahl für das Präsidium und den Vorstand nicht annehmen kann. Dieses Jahr war für mich überaus spannend und aktiv, doch leider konnte mein Wohlbefinden nicht mithalten. Deswegen musste ich mich jetzt für einen Rücktritt entscheiden. Ich war sehr glücklich darüber, dass ihr mich gewählt habt und es tut mir leid, euch nun diese Nachricht zu überbringen. Ich würde mich sehr freuen, euch an zukünftigen Veranstaltungen anzutreffen.

Mit den besten Wünschen, Lea Berger