Nationalrat unterstützt uns erneut!

Der Nationalrat will nichts wissen von dem faulen Kompromiss, den der Ständerat letzte Woche vorschlug: Die vereinfachte Änderung des Geschlechtseintrages soll allen Urteilsfähigen zugänglich sein. Eine Mehrheit des Nationalrates (93 zu 81, 11 Enthaltungen) will weder, dass alle unter 16-Jährigen, noch dass alle unter 18-Jährigen zwingend die Zustimmung der Eltern brauchen. Die Frage geht nun wieder zurück an den Ständerat.

LGBTIQA-Community-Wichteln

Mach mit beim Community-Wichteln! Wir vermitteln dir zwei queere Menschen, denen du anonym kleine Geschenke schickst – und du kriegst von zwei anderen Leuten Geschenke zugeschickt. Am Schluss lösen wir auf, wer wessen Wichtel war. Für ein spannendes Jahresende in der Community. Anmeldeschluss diesen Donnerstag, 3. Dezember um 20 Uhr – einfach über dieses Formular anmelden: Community-Wichteln

Eine Aktion der nationalen Dachverbände TGNS, Pink Cross und LOS.

Ständerat schlägt faulen «Kompromiss» vor

Heute Morgen debattierte der Ständerat über das sogenannte Zustimmungserfordernis, also darüber, ob urteilsfähige Minderjährige (und Personen unter umfassender Beistandschaft) künftig ihren Geschlechtseintrag nur noch mit Zustimmung der gesetzlichen Vertretung (meist die Eltern) ändern können. Leider beharrt eine konservative Mehrheit auf dem Zustimmungserfordernis, das aber «nur» noch bis zum Alter 16 notwendig sein soll. Diese Reduktion um zwei Jahre ist kein Kompromiss, dies ist unverändert ein nicht akzeptabler Angriff auf das Wohl von trans und intergeschlechtlichen Jugendlichen. Noch ist aber nichts endgültig entschieden: Voraussichtlich am 7. Dezember wird der Nationalrat wieder darüber abstimmen.

Rücktritt Lea Berger

Mit grossem Bedauern müssen wir den Rücktritt unserer frisch gewählten Co-Präsidentin Lea Berger bekanntgeben. Wir wünschen Lea alles Gute für ihren weiteren Weg und bedanken uns für ihre Arbeit für TGNS. Nachfolgend in ihren eigenen Worten:

Liebe TGNS-Community

Ich muss euch heute mit Bedauern mitteilen, dass ich die Wahl für das Präsidium und den Vorstand nicht annehmen kann. Dieses Jahr war für mich überaus spannend und aktiv, doch leider konnte mein Wohlbefinden nicht mithalten. Deswegen musste ich mich jetzt für einen Rücktritt entscheiden. Ich war sehr glücklich darüber, dass ihr mich gewählt habt und es tut mir leid, euch nun diese Nachricht zu überbringen. Ich würde mich sehr freuen, euch an zukünftigen Veranstaltungen anzutreffen.

Mit den besten Wünschen, Lea Berger

Rechtskommission des Ständerates nun auch für Jugendliche

Die Rechtskommission des Ständerates (RK-S) hat sich zum zweiten Mal damit befasst, ob urteilsfähige Minderjährige, die ihren Geschlechtseintrag ändern wollen, dazu zukünftig die Zustimmung ihrer Eltern benötigen sollen, wie es der Gesetzesentwurf des Bundesrates vorsieht. Und kommt nun zur Einsicht, dass darauf verzichtet werden sollte!

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Nationalrat sagt Ja zu Selbstbestimmung

Heute sind wir der selbstbestimmten Änderung des Geschlechtseintrages einen grossen Schritt näher gekommen: Der Nationalrat stimmte dafür, dass in Zukunft eine einfache Erklärung auf dem Zivilstandsamt ausreicht, um passende Papiere zu bekommen (121 Ja zu 61 Nein, 13 Enthaltungen). Die Änderung wird damit viel kostengünstiger, schneller und einheitlicher als bisher. Und es wird keine ärztliche oder psychologische Bestätigung mehr brauchen.

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Resultat der MV 2020

Der Vorstand bedankt sich herzlich bei allen Mitgliedern (rund 135), die bei der Online-Abstimmung mitgemacht haben. 

Die Traktanden wurden mit einer deutlichen Mehrheit angenommen (85 bis 95 Prozent), dh. insbesondere, dass die vorgeschlagenen Vorstandsmitglieder und das Co-Präsidium für das Amt wieder- bzw. gewählt wurden.

Das Protokoll wird in Kürze den Mitgliedern via Mail verschickt.

Lesbos: Aufruf an den Bundesrat

Die Situation auf Lesbos barg bereits vor dem Brand des Flüchtlingslagers Moria besonders viele Gefahren für allein flüchtende Frauen und Mütter sowie für intergeschlechtliche, trans, non-binäre, queere, homo-, bi-, und asexuelle Menschen. Ihre Lage setzte sie massiver (sexualisierter) Gewalt aus, ohne die Chance auf Schutz und Unterstützung. Mit dem Brand hat sich die Gefahr, Gewalt aufgrund von Geschlechtsidentität, -ausdruck, -merkmalen und/oder sexueller Orientierung zu erleben, nochmals drastisch verstärkt!

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