Vernehmlassung «Änderung des Geschlechts im Personenstandsregister»

Der Bundesrat schlägt vor, die Änderung des amtlichen Geschlechts gesetzlich zu regeln und zu vereinfachen. Wir haben den Vorentwurf unter die Lupe genommen und – in Absprache mit InterAction, Association Suisse pour les Intersexes – eine detaillierte Stellungnahme dazu verfasst.

Grundsätzlich freuen wir uns, dass der Bundesrat die Lebenssituation von trans Menschen und von Menschen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung (Inter) verbessern möchte und auch anerkennt, dass die rechtliche Situation noch nicht gut ist.

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Schweizer LGBT-Organisationen fordern vollständige Eheöffnung

Mit 14 zu 11 Stimmen hat die Rechtskommission des Nationalrats die Bundesverwaltung beauftragt, auf der Basis der Parlamentarischen Initiative der Grünliberalen und eines Berichts des Bundesamts für Justiz eine konkrete Vorlage zur Einführung der Ehe für alle auf Gesetzesstufe auszuarbeiten. Mit diesem Entscheid bekräftigt die Rechtskommission, dass endlich konkrete Fortschritte gemacht werden müssen in der Umsetzung der seit fünf Jahren hängigen Initiative. Aufgrund der Komplexität soll ein mehrstufiges Verfahren gewählt werden; in einem ersten Schritt würde die Ehe für alle also ohne Fortpflanzungsmedizin und ohne Angleichung der Witwenrente ausgearbeitet werden. Dies ist unsere Version der gemeinsamen Medienmitteilung der Schweizer LGBT-Organisationen.

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Coming-out am Arbeitsplatz mehrheitlich erfolgreich

Bereits 2014 erhob TGNS in einer ersten Umfrage die teils ernüchternde Situation von trans Menschen auf dem Arbeitsmarkt. Im Rahmen des vom EBG unterstützten Projekts «Trans-Fair» führte TGNS eine erneute Umfrage in der Community durch. Die Ergebnisse dieser zweiten Umfrage wurden bereits anlässlich der Lancierung des trans welcome-Portals im März 2018 vorgestellt. Im Folgenden präsentieren wir euch nochmals die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage.

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WHO: Trans* Sein nicht länger „Störung von Psyche und/oder Verhalten“

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die nächste Version der ICD (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems), weltweit die wichtigste Klassifikation von Krankheiten, veröffentlicht. Darin werden trans Diagnosen endlich nicht mehr als „Störung von Psyche oder Verhalten“ eingeordnet – ein Meilenstein für die globale Trans-Community! Diese aktuelle ICD 11 wird ab 2022 international und in der Schweiz verwendet werden.


Seit 2007 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) an der Neufassung des medizinischen Diagnosekatalogs ICD-11 gearbeitet, am 18. Juni 2018 wurde die finale Fassung vorgestellt. Sie umfasst primär folgende Änderungen für trans Menschen:
Die Diagnosen werden in Zukunft «Gender Incongruence» (dt. Geschlechtsinkongruenz) heissen. Es wird nicht mehr von «Transsexualismus» gesprochen.
Gender Incongruence wird nicht mehr als «mental and behavioural disorder» (dt. psychische und Verhaltensstörung) eingestuft, sondern wird im neu geschaffenen Kapitel «conditions related to sexual health» (dt. Probleme / Zustände im Bereich der sexuellen Gesundheit) eingeordnet sein.

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Bundesrat bringt Gesetzesvorschlag für leichtere Personenstandsänderung

Der Bundesrat legt heute einen Vorentwurf zur leichteren Personenstandsänderung vor. Diese Idee begrüssen wir! Doch bevor diese Änderungen Wirklichkeit werden, geht ein langer parlamentarischer Prozess voraus, in dem wir viel Aufklärungsarbeit leisten müssen. Zuerst werden wir den Vorentwurf im Detail analysieren und dann selbstverständlich vor und hinter den Kulissen arbeiten, damit am Ende eine möglichst gute Regelung für alle trans Menschen herauskommt.

Während der kommenden Phase der Vernehmlassung können Vorschläge zur Verbesserung des Entwurfs eingereicht und überhaupt die Wichtigkeit des Gesetzes für trans Personen betont werden. Dass ordentlicher Verbesserungsbedarf an dem Entwurf besteht, ist leider klar. So schliesst der Vorentwurf nicht-binäre Menschen explizit weiter aus und für Minderjährige hält er sogar Verschlechterungen gegenüber heute bereit.

In dem politischen Prozess – der mehrere Jahre dauern wird – brauchen wir auch euch! Wir möchten die gesamte Trans-Community mit einbeziehen, denn ohne den Einsatz von vielen Mitstreiter_innen können wir die Herzen der Politiker_innen nicht gewinnen. Wir werden daher bald einen Aufruf starten und euch konkret um eure Mithilfe anfragen.

Hier die Medienmitteilung des Bundesrates.
Und hier der erläuternde Bericht zur Medienmitteilung des Bundesrates.

Dies ist unsere Medienmitteilung:

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Schweiz verharrt beim Schutz von LGBTI-Menschen im europäischen Mittelfeld 

Anlässlich des am 17. Mai stattfindenden «International Day against Homo-, Lesbo-, Bi-, Trans- and Interphobia» legt die Organisation ILGA-Europe jeweils eine Übersicht über den rechtlichen Schutz von LGBTI-Menschen in Europa vor. Auch 2018 schneidet die Schweiz schlecht ab in diesem Ranking: Mit nur 38 von 100 Punkten belegt sie Rang 22. Damit liegt die Schweiz gleichauf mit Montenegro und Estland; in Westeuropa schützen nur ein paar wenige Staaten LGBTI-Menschen noch weniger.

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Hate Crimes und Diskriminierungen von LGBT-Menschen in der Schweiz

Bis heute sind Ausmass und genaue Umstände von homo-, bi- oder transphob motivierten Hassdelikten in der Schweiz unbekannt. Doch: Nur wo eine Erfassung stattfindet, wird aus einer Dunkelziffer eine Faktenlage. Seit Ende 2016 erfasst daher die LGBT+ Helpline online, per Mail oder telefonisch Diskriminierungen und Hassreden/Hassverbrechen an trans Menschen, Bisexuellen, Lesben und Schwulen. Nun wurde der erste Ergebnisbericht präsentiert.

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Vernehmlassung zu den Asyl-Bundeszentren

Im Jahr 2019 wird der Bund das sogenannte beschleunigte Asylverfahren einführen. Damit werden nicht nur die Asylgesuche in viel kürzerer Zeit geprüft und entschieden, sondern auch die Asylsuchenden in sogenannten Bundeszentren untergebracht. Beides erachten wir für LGBTI-Asylsuchende als Verschlechterung gegenüber einem Asylsystem, das heute schon ihre Rechte oft missachtet und ihnen kein faires Verfahren garantiert.

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TGNS Mitgliederversammlung 2018

An einem sonnigen Samstag, den 21. April, fand die neunte Mitgliederversammlung von TGNS im schönen Solothurn statt. In den gemütlichen Räumlichkeiten der Genossenschaft Kreuz nahmen 46 Mitglieder und Gäste teil am Geschehen.

Die Versammlung genehmigte Protokoll, Jahresbericht, Bilanz und Budgetvorschlag, wurde informiert über das Projekt trans welcome, entschied über Fundraisingpläne und erhielt eine Vorschau für das kommende Jahr.

Neben der emotionalen Verabschiedung des langjährigen Co-Präsidenten Henry Hohmann und den Abschiedsworten an einige weitere Vorstandsmitglieder durften auch ein paar «neue» Gesichter in die Runde aufgenommen werden.

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