Willkommen!

Der Verein Transgender Network Switzerland (TGNS) ist die Schweizer Organisation von und für Transmenschen und ihre Freunde.

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Schweiz: Rechtslage von LGBT-Menschen weiterhin lückenhaft

Die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) hat ihren Menschenrechtsbericht zur Schweiz veröffentlicht. Der Report verzeichnet erfreuliche Verbesserungen, doch vor allem auf dem Gebiet von LGBT-Rechten gibt es nach wie vor grosse Lücken. Mehrere Schweizer LGBT-Verbände fordern eine rasche Umsetzung der kritisierten Punkte.

Der Bericht bestätigt, dass die Schweiz ein sicheres Land ist und viele Entwicklungen positiv seien. Doch gebe es weder eine umfassende und effektive Gesetzgebung zur Bekämpfung von Rassismus, Homophobie und Transphobie, noch würden Straftaten mit entsprechenden Motiven von der Polizei systematisch erfasst. Deshalb sollten  Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität in Art. 261bis des Strafgesetzbuchs aufgenommen werden. Weiterlesen

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TGNS-Rechtsberatung erhält Gleichstellungspreis

festhimmel defTransgender Network Switzerland erhält den mit 20‘000 Franken dotierten Gleichstellungspreis der Stadt Zürich 2014. Ausgezeichnet wird die Rechtsberatung, die ehrenamtlich und gratis Transmenschen bei rechtlichen Problemen unterstützt.

 

Die Rechtsberatung von TGNS

Die TGNS-Rechtsberatungsstelle ist die einzige auf Transrechte spezialisierte Stelle in der Schweiz. «Ich bin Nadine, eine Transfrau und möchte auch im Pass Nadine und eine Frau sein. Wie geht das?» oder «Hallo TGNS, unsere Krankenkasse sagt, mein Sohn dürfe keine Operation machen bevor er 25 ist. Stimmt das? Er hält das nicht mehr sechs Jahre aus!» So lauten Fragen, die an die Rechtsberatungsstelle herangetragen werden. Anfragen rund um die Änderung des Vornamens und des amtlichen Geschlechts machen etwa die Hälfte, die Ablehnung der Krankenversicherer, die Kosten für geschlechtsangleichende Massnahmen zu übernehmen, etwa ein Viertel der Fälle aus. Die TGNS Rechtsberatung beantwortet nicht nur diese typischen, sondern Fragen aus sämtlichen Rechtsgebieten. Sie steht neben Transmenschen selbst auch allen anderen, wie etwa Arbeitgebern, Behörden, medizinischem Personal oder Anwältinnen offen. Weiterlesen

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Erfolgreiche zweite Transtagung in Bern

Am 6. und. 7. September fand in der Villa Stucki in Bern die zweite Schweizer Transtagung statt.

Villa Stucky TGNS-Präsident Henry Hohmann hob in seiner Eröffnungsansprache hervor, dass «Transmenschen nicht die Erwartungen der Gesellschaft erfüllen sollen, sondern dass jede und jeder sich so zeigen soll, wie sie oder er ist». Jede Transperson sei ein Botschafter im Namen der Vielfalt, wie es auch das Tagungsmotto «be unique – be yourself» formuliere. Dazu brauche es Kraft, Selbstbewusstsein und Mut, aber auch Austausch, Unterstützung und Information. Dies sei der Zweck der Transtagung, und dafür setze sich Transgender Network Switzerland auf politischer, medizinischer und gesellschaftlicher Ebene ein.

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Anmeldung geschlossen!

Alle Tagungsplätze sind vergeben. Wir führen aber eine Warteliste, bitte schreibe ein Mail an und gib an, ob Du a) an der ganzen Tagung oder b) nur Samstag oder c) Sonntag teilnehmen möchtest. Wir informieren Dich, sobald ein Platz frei wird!
Trotz der grossen Nachfrage müssen wir Euch leider mitteilen, dass die räumlichen Möglichkeiten in der Villa beschränkt sind, und wir mit den angemeldeten Personen bereits über dem Limit liegen. Wir bitten Euch daher herzlich, dies zu akzeptieren und nicht spontan an der Tagung teilnehmen zu wollen.
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Zweite Schweizer Transtagung

Das Programm der zweiten Schweizer Transtagung am 6. und 7. September in Bern steht fest. Mehr als 40 Workshops, Vorträge und Kurse hat das Tagungsteam in den letzten Monaten zusammenstellen können. Die Themen sind dabei so vielfältig wie die Transszene selbst, und es ist sicher für jede_n etwas dabei. Weiterlesen

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Umfrage: OP-Erfahrungen von Transmenschen in der Schweiz

Umfrage

Viele Transmenschen lassen geschlechtsangleichende Operationen durchführen. Und fast alle, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen, suchen Informationen, wer wo in welchem Spital operiert, wieviel es kostet, und welche Erfahrungen andere Transmenschen im jeweiligen Spital gemacht haben.

Wäre es nicht schön, wenn die vielen Erfahrungen, die viele Transmenschen gemacht haben, für andere Transmenschen zugänglich wären?
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Dänemark: Vorreiter für Transmenschen

12. Juni 2014

Gestern hat das dänische Parlament in letzter Lesung eine bahnbrechende Gesetzesrevision über die Änderung von Name und amtlichem Geschlecht von Transmenschen* verabschiedet: Es beruht als erstes in Europa allein auf der Selbstdeklaration der Person. Weder medizinische Massnahmen noch psychiatrische Gutachten sind erforderlich.

Für die Antragstellenden gilt allein eine Altersbeschränkung von 18 Jahren und eine Wartezeit von sechs Monaten, bevor die Änderung genehmigt wird. Es werden weder eine Sterilisation noch ein sonstiger Eingriff in die körperliche Unversehrtheit vorausgesetzt, und auch eine Bestätigung von Psychologen oder eine psychiatrische Diagnose werden nicht gefordert. Die neue Regelung wird im September in Kraft treten. Damit ist Dänemark europäischer Vorreiter im Einhalten der Menschenrechte von Transpersonen. Bislang hat weltweit nur Argentinien ein ebenso menschenrechtskonformes Gesetz. Auch dort zählt nur die Selbstbestimmung der Person für die Änderung des Personenstands.



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Trans-Rechte – jetzt!

DiscriminationSarah, eine 23-jährige Restauratorin, steht kurz vor dem Abschluss der Fachhochschule. In der Zeit zwischen den Abschlussprüfungen und einem erhofften Stellenantritt plant sie, geschlechtsangleichende Operationen vornehmen zu lassen. Damit sie in den Stellenbewerbungen gleiche Chancen hat wie ihre Schulkolleg_innen, will sie alle ihre Zeugnisse auf Sarah ändern lassen und auch amtlich als Frau anerkannt werden. Eigentlich wäre alles bestens geplant, so dass sie neben der Transition auch genug Zeit zum Lernen auf die Schlussprüfungen hätte. Da erhält sie einen verhängnisvollen Brief von ihrer Krankenkasse: Die Kosten für die Operation werden nicht übernommen, sie sei noch zu jung. Sarah versteht die Welt nicht mehr, lebt sie doch seit Jahren als Frau und hat auch eine psychiatrische Bestätigung eingereicht, dass die Operationen sehr wichtig seien für sie. Für Sarah bricht eine Welt zusammen. Wenn sie die Operation nicht vornehmen, wird das Gericht die Änderung von Name und amtlichem Geschlecht nicht genehmigen. Und ohne diese weigert sich die Fachhochschule, ihre Abschlusszeugnisse auf Sarah auszustellen. Ihr Lehrbetrieb war bereits vor drei Jahren einsichtiger und stellte ihr das Arbeitszeugnis auf ihren weiblichen Namen aus. Wie soll sie sich mit einem so uneinheitlichen Dossier je erfolgreich bewerben? Ganz zu schweigen davon, dass ohne die amtlichen Änderungen auch keine definitive Befreiung von den Ersatzzahlungen ans Militär möglich sein wird, sie keinen Pass hat, mit dem sie sich über die Grenze getraut, jeder eingeschriebene Brief, jeder Kontakt mit ihrem Telefonanbieter, der Versicherung, der Bank, usw. sehr intime Erklärungen erzwingt. Verzweifelt wendet sich Sarah an die Rechtsberatung von TGNS. Dort kennt man sowohl jedes einzelne Puzzlestück ihrer Geschichte als auch ähnliche Problemanhäufungen bestens: Die Rechtsberatung erhält jeden zweiten bis dritten Tag eine neue Anfrage – Tendenz steigend.

 

Zwang zur Sterilisation

Wie das Beispiel zeigt, ist die Änderung von Name und offiziellem Geschlecht enorm wichtig im Alltag von Transmenschen. Doch diese vom Gericht zu bekommen, ist oft sehr schwer. So werden Transmenschen heute in der Schweiz noch zu (sterilisierenden) Operationen und Hormontherapie gezwungen – obwohl dies nicht mit der Bundesverfassung vereinbar ist. Erst wenige Gerichte haben sich bisher von dieser menschenrechtswidrigen Praxis verabschiedet. Was das jeweilige Gerichtvon dem einzelnen Transmenschen aber verlangt, wieviel das Ganze kostet, wie lange es dauert, etc., all diese Fragen handhabt heute jedes Gericht, wie es gerade will. Dadurch sehen sich Transmenschen einer grossen Unsicherheit ausgesetzt. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Argentinien. Dort ist das Recht auf die Anerkennung der eigenen Geschlechtsidentität gesetzlich klar geregelt. Für die rechtliche Anerkennung braucht es nur den Antrag der Person. Auch ein psychiatrisches Gutachten – und damit zwingend die Diagnose, psychisch gestört zu sein – verlangt Argentinien im Unterschied zur Schweiz nicht.

 

Willkür der Krankenkassen

Brauchen und wollen Transmenschen eine körperliche Angleichung, so müssen sie oft gegen die Krankenkasse ankämpfen. Das Bundesgericht hat zwar schon vor langem entschieden, dass alle notwendigen Angleichungsmassnahmen bezahlt werden müssen, jedoch erst ab 25 Jahren, nach zwei Jahren psychiatrischer Begleitung und nur in der Reihenfolge Psychiater, Hormone, Operationen, alles weitere wie z.B. Bart-Epilation. Auf der Basis von diesen 20 Jahre alten Urteilen weigern sich die Kassen auch heute noch vor allem bei unter 25-Jährigen, die Kosten zu übernehmen. Die medizinischen Behandlungsstandards hingegen empfehlen diese Altersgrenze längst nicht mehr. Genauso wie diese Standards keine psychiatrische Begleitung mehr vorschreiben. Für diese zwingenden zwei Jahre Psychiaterbesuch ist die Schweiz vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt worden. Die medizinischen Fachleute haben auch längst anerkannt, dass Transmenschen bestens selber wissen, wann sie welche Behandlung brauchen und in welcher Reihenfolge. Kurz: Die Krankenkassen sollten ihre Praxis dringend updaten statt regelmässig ohne stichhaltigen Grund Gesuche abzulehnen. Ein elementares Problem für Transmenschen ist überdies, dass die Grundversicherungen die Kosten für Operationen im Ausland nicht übernehmen. Denn insbesondere Genitaloperationen werden in der Schweiz so selten gemacht, dass die Chirurgen keine genügende Qualität anbieten können. Die Folgen davon sind nicht selten unzählige Korrektureingriffe, Verlust von Funktionalität bis hin zu Arbeitsunfähigkeit oder Suizid(gedanken). Dabei gäbe es im Ausland Spezialisten, die diese Operationen in guter Qualität anbieten, da sie die notwendige Routine haben.

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International Day against Homophobia and Transphobia

Bern, 17. Mai 2014

-1 Zum ersten Mal hat in der Schweiz eine nationale Veranstaltung zum International Day against Homophobia and Transphobia (IDAHOT) auf dem Berner Münsterplatz stattgefunden. Hauptthema war das „Recht auf Ehe für alle“. Es wurden Reden von Vertretern aller Parteien, von fünf NationalrätInnen und natürlich von den verschiedenen LGBT-Vereinen gehalten. Neben der Eheöffnung wurden vor allem die von der UNESCO unterstützten IDAHO(T)-Lehrmittel für die Aufklärung über Homo- und Transphobie in der Schule vorgestellt. Eine Gruppe von LGBT Youth hat in einer bunten Aktion den Anwesenden das Gleichheitszeichen als Symbol für das gleiche Recht auf Ehe für alle aufgemalt. Zwischen den vielen Redebeiträgen haben die Schwulen Berner Sänger (Schwubs) einige Songs vortragen. Weiterlesen

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Neue Behandlungsempfehlungen für Transmenschen in der Schweiz

Medienmitteilung vom 8. Mai 2014

Eine Arbeitsgruppe rund um das «Gender Dysphoria-Team» des Unispitals Zürich hat neue Behandlungsempfehlungen für Transmenschen in der Schweiz formuliert. Die bisherige Praxis mit oft starren Richtlinien wird zugunsten von Massnahmen, die sich an den Bedürfnissen der Transpersonen orientieren, aufgebrochen.

Gender-Dysphorie
Das Leiden unter der Diskrepanz zwischen Geschlechtsidentität und Körper hat Krankheitswert. Dieses Leiden wird heute jedoch nicht mehr als Störung der Geschlechsidentität, sondern als Gender-Dysphorie (Unbehagen mit dem/Leiden unter dem Geschlecht) beschrieben. Nach wie vor wird Transidentität allerdings unter den psychischen Erkrankungen verzeichnet.

Die bisherigen Standards für die Behandlung von Transmenschen* in der Schweiz sind aufgrund klinischer, wissenschaftlicher, juristischer und menschenrechtlicher Gründe als überholt zu betrachten. Die neuen Empfehlungen des Gender-Dysphorie-Teams legen Wert auf den individuellen Weg der begleiteten Personen. So gibt es keine Checklisten, die in fester Reihenfolge abzuarbeiten wären. Die Empfehlungen richten sich nicht nur an Therapeut_innen, sondern auch an Krankenkassen oder Jurist_innen.

Ablauf der Behandlung
Die Empfehlungen sehen folgenden Ablauf vor: Diagnose, Planung der Transition, Überweisung an Fachkolleg_innen, Nachsorge. Zu begrüssen ist insbesondere die Berücksichtigung eines möglichen Kinderwunsches, der Verzicht auf den sog. Alltagstest, wie es seit langem von Transaktivisten gefordert wird, sowie die Abkehr von der zweijährigen Dauer einer Therapie, bevor Operationen beantragt werden können.

Versorgungslücken
«Das medizinische System der Schweiz weist deutliche Versorgungslücken in der Beratung, Behandlung und Nachbetreuung von Transmenschen auf», erläutert Dr. David Garcia, Hauptautor der Studie. Sie sind medizinisch und therapeutisch unterversorgt, wie dies auch die PREOS-Studie zur Gesundheit von LGBT-Menschen 2012 in aller Deutlichkeit gezeigt hat.

Die neuen Empfehlungen sind daher ein wichtiger Schritt für die medizinische Gleichbehandlung von Transmenschen. Transgender Network Switzerland empfiehlt ihre Anwendung  in der ganzen Schweiz, um eine schnelle, transparente und niederschwellige Behandlung zu ermöglichen.

Link zum Artikel im Schweizerischen Medizinforum

PDF Medienmitteilung dazu von Transgender Network Switzerland

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