Suizide von jungen LGBTQ-Menschen

Die Suizide von zwei jungen Transfrauen haben die Community in den letzten Wochen erschüttert. Bei aller Trauer und Anteilnahme, bei aller Wut und dem Wunsch, auf Missstände in der Unterstützung junger LGBTQ-Menschen aufmerksam zu machen, dürfen wir aber eine Sache nicht aus den Augen verlieren: Emotionale Berichterstattung führt zu einer Erhöhung der Suizidrate, wie wissenschaftlich klar belegt ist.

Vertreter_innen der gesamten LGBTQ-Community sind sich des Problems bewusst und arbeiten derzeit an einer gemeinsamen Strategie, wie die Berichterstattung, v.a. via soziale Netzwerke über Suizide unter Transjugendlichen sowie jungen Menschen, die lesbisch, bisexuell und schwul sind, gestaltet werden kann. Einerseits ist Aufklärung über Suizidalität und prekäre Situation vieler LGBT-Jugendlicher wichtig, um das Problembewusstsein der Bevölkerung zu schärfen; andererseits ist um jeden Preis zu vermeiden, dass die Berichte über Suizide dazu beitragen, dass weitere junge Leute ihrem Leben ein Ende setzen.

Transmenschen können sich in der Schweiz an Beratungspersonen u.a. bei folgenden Institutionen wenden: Transgender Network Switzerland, Checkpoint Zürich und Waadt, Fachstelle für Aids- und Sexualfragen St. Gallen sowie Universitätsspital Zürich (Gender-Dysphorie-Team). Die Notfallnummer 143 und die Kriseninterventionszentren stehen LGBTQ-Menschen natürlich ebenfalls offen.

Das Milchbüechli hat Richtlinien zur Kommunikation über den Suizid von jungen LGBTQ-Menschen erstellt, denen sich TGNS anschliesst.

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