Zusammenarbeit «Swiss LGBTI-Label» und Portal «trans welcome»

Die LGBTI-Community ist trotz wachsender Sichtbarkeit mit fortwährenden Benachteiligungen und Vorurteilen konfrontiert. Je nachdem, um welche(n) der Buchstaben es geht, sind unterschiedliche Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt zu bewältigen. Um für Aufklärung und eine Stärkung der betroffenen Zielgruppen zu sorgen, wurden das Swiss LGBTI-Label  und das Portal trans welcome von ihren jeweiligen Initiant_innen lanciert. Das Erste betrifft die ganze LGBTI-Gemeinschaft, wohingegen trans welcome sich an trans Menschen und ihre Arbeitgebenden richtet.

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Zürich schafft umfassenden Aktionsplan Trans*

Als erste Schweizer Stadt wird die Stadt Zürich einen umfassenden Aktionsplan zur Gleichstellung und Sicherung der Grundrechte von trans* Personen erarbeiten und umsetzen. Erarbeitet werden soll der Aktionsplan zusammen mit trans Organisationen, insbesondere mit TGNS.


Der Gemeinderat, das Parlament der Stadt Zürich, überwies in seiner Sitzung vom 12. September 2018 den Vorstoss dazu, den David Garcia (AL) gemeinsam mit TGNS verfasst hat. Dem Aktionsplan stimmten AL, Grüne, SP und GLP zu, abgelehnt wurde er von der EVP und der SVP, die FDP enthielt sich bei der Abstimmung.

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Treffpunkt: Transtagung Bern

Austausch, Vernetzung, Wissensaneignung, Engagement, Diskussion: das ist die Schweizer Transtagung «Trans & Proud», die dieses Jahr im Espace Post in Bern stattfindet. Am Wochenende vom 1. und 2. September 2018 werden rund 40 Workshops für die Trans-Community sowie ihre Angehörige und Freund_innen angeboten. 

Das Programm

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Vernehmlassung «Änderung des Geschlechts im Personenstandsregister»

Der Bundesrat schlägt vor, die Änderung des amtlichen Geschlechts gesetzlich zu regeln und zu vereinfachen. Wir haben den Vorentwurf unter die Lupe genommen und – in Absprache mit InterAction, Association Suisse pour les Intersexes – eine detaillierte Stellungnahme dazu verfasst.

Grundsätzlich freuen wir uns, dass der Bundesrat die Lebenssituation von trans Menschen und von Menschen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung (Inter) verbessern möchte und auch anerkennt, dass die rechtliche Situation noch nicht gut ist.

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Schweizer LGBT-Organisationen fordern vollständige Eheöffnung

Mit 14 zu 11 Stimmen hat die Rechtskommission des Nationalrats die Bundesverwaltung beauftragt, auf der Basis der Parlamentarischen Initiative der Grünliberalen und eines Berichts des Bundesamts für Justiz eine konkrete Vorlage zur Einführung der Ehe für alle auf Gesetzesstufe auszuarbeiten. Mit diesem Entscheid bekräftigt die Rechtskommission, dass endlich konkrete Fortschritte gemacht werden müssen in der Umsetzung der seit fünf Jahren hängigen Initiative. Aufgrund der Komplexität soll ein mehrstufiges Verfahren gewählt werden; in einem ersten Schritt würde die Ehe für alle also ohne Fortpflanzungsmedizin und ohne Angleichung der Witwenrente ausgearbeitet werden. Dies ist unsere Version der gemeinsamen Medienmitteilung der Schweizer LGBT-Organisationen.

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Coming-out am Arbeitsplatz mehrheitlich erfolgreich

Bereits 2014 erhob TGNS in einer ersten Umfrage die teils ernüchternde Situation von trans Menschen auf dem Arbeitsmarkt. Im Rahmen des vom EBG unterstützten Projekts «Trans-Fair» führte TGNS eine erneute Umfrage in der Community durch. Die Ergebnisse dieser zweiten Umfrage wurden bereits anlässlich der Lancierung des trans welcome-Portals im März 2018 vorgestellt. Im Folgenden präsentieren wir euch nochmals die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage.

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WHO: Trans* Sein nicht länger „Störung von Psyche und/oder Verhalten“

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die nächste Version der ICD (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems), weltweit die wichtigste Klassifikation von Krankheiten, veröffentlicht. Darin werden trans Diagnosen endlich nicht mehr als „Störung von Psyche oder Verhalten“ eingeordnet – ein Meilenstein für die globale Trans-Community! Diese aktuelle ICD 11 wird ab 2022 international und in der Schweiz verwendet werden.


Seit 2007 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) an der Neufassung des medizinischen Diagnosekatalogs ICD-11 gearbeitet, am 18. Juni 2018 wurde die finale Fassung vorgestellt. Sie umfasst primär folgende Änderungen für trans Menschen:
Die Diagnosen werden in Zukunft «Gender Incongruence» (dt. Geschlechtsinkongruenz) heissen. Es wird nicht mehr von «Transsexualismus» gesprochen.
Gender Incongruence wird nicht mehr als «mental and behavioural disorder» (dt. psychische und Verhaltensstörung) eingestuft, sondern wird im neu geschaffenen Kapitel «conditions related to sexual health» (dt. Probleme / Zustände im Bereich der sexuellen Gesundheit) eingeordnet sein.

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Bundesrat bringt Gesetzesvorschlag für leichtere Personenstandsänderung

Der Bundesrat legt heute einen Vorentwurf zur leichteren Personenstandsänderung vor. Diese Idee begrüssen wir! Doch bevor diese Änderungen Wirklichkeit werden, geht ein langer parlamentarischer Prozess voraus, in dem wir viel Aufklärungsarbeit leisten müssen. Zuerst werden wir den Vorentwurf im Detail analysieren und dann selbstverständlich vor und hinter den Kulissen arbeiten, damit am Ende eine möglichst gute Regelung für alle trans Menschen herauskommt.

Während der kommenden Phase der Vernehmlassung können Vorschläge zur Verbesserung des Entwurfs eingereicht und überhaupt die Wichtigkeit des Gesetzes für trans Personen betont werden. Dass ordentlicher Verbesserungsbedarf an dem Entwurf besteht, ist leider klar. So schliesst der Vorentwurf nicht-binäre Menschen explizit weiter aus und für Minderjährige hält er sogar Verschlechterungen gegenüber heute bereit.

In dem politischen Prozess – der mehrere Jahre dauern wird – brauchen wir auch euch! Wir möchten die gesamte Trans-Community mit einbeziehen, denn ohne den Einsatz von vielen Mitstreiter_innen können wir die Herzen der Politiker_innen nicht gewinnen. Wir werden daher bald einen Aufruf starten und euch konkret um eure Mithilfe anfragen.

Hier die Medienmitteilung des Bundesrates.
Und hier der erläuternde Bericht zur Medienmitteilung des Bundesrates.

Dies ist unsere Medienmitteilung:

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Schweiz verharrt beim Schutz von LGBTI-Menschen im europäischen Mittelfeld 

Anlässlich des am 17. Mai stattfindenden «International Day against Homo-, Lesbo-, Bi-, Trans- and Interphobia» legt die Organisation ILGA-Europe jeweils eine Übersicht über den rechtlichen Schutz von LGBTI-Menschen in Europa vor. Auch 2018 schneidet die Schweiz schlecht ab in diesem Ranking: Mit nur 38 von 100 Punkten belegt sie Rang 22. Damit liegt die Schweiz gleichauf mit Montenegro und Estland; in Westeuropa schützen nur ein paar wenige Staaten LGBTI-Menschen noch weniger.

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