Teilnehmer für Studie zum Einfluss von Testosteron auf Persönlichkeitsmerkmale gesucht!

Nicole Metzger schreibt an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften eine Masterarbeit. In ihrer Studie geht es um den Einfluss von Testosteron auf die 5 «stabilen» Persönlichkeitsmerkmale, die Big 5:

«Viele Studien beschäftigen sich mit den Auswirkungen von Testosteron auf die Aggressivität, jedoch keine der Studien gibt ein reales Bild der Veränderungen der ganzen Persönlichkeit wieder.
Dies soll nun mit Hilfe meiner Studie  möglich sein. Mir geht es darum Spekulationen und Gerüchte über mögliche Charakter- oder Persönlichkeitsveränderungen empirisch belegbar zu verwerfen oder zu bestätigen. Dies auch um Ängste bei Angehörigen oder Betroffenen durch Information zu reduzieren. „Teilnehmer für Studie zum Einfluss von Testosteron auf Persönlichkeitsmerkmale gesucht!“ weiterlesen

Ciao Ciara – Trans* leben ohne Hormone und Ops

«Maik weiss um die Möglichkeiten, die’s geben würde, hat viel über Hormonbehandlungen und Operationen gelesen. Und sich gegen beides entschieden.»

Mehr dazu im Artikel von Barbara Lussi: Ciao, Ciara – Zweiundzwanzig Jahre habe ich ihn als Ciara gekannt, heute steht Maik vor mir. Oder: Das Mädchen von damals ist Mann geworden.

Quelle: Polykum Nr. 4, 2013
PDF: Ciao Ciara

Joyeux Noël! – Fröhliche Weihnachten!

Joyeux Noël! – Fröhliche Weihnachten! – Glædelig Jul! – Merry Christmas! – Hyvää Joulua! – Mele Kalikimaka! – Vrolijk Kerstfeest! – Nollaig Shona Dhuit! – Buon Natale! – Sretan Bozic! – Wesolych Swiat! – Bella Festas daz Nadal! – Pozdrevlyayu s prazdnikom Rozhdestva! – Nollaig chridheil! – Feliz Navidad! – God Jul! – Kellemes Karacsonyiunnepeket! „Joyeux Noël! – Fröhliche Weihnachten!“ weiterlesen

Eine transsexuelle Chansonsängerin

Hinterhoftreffen mit Heidi Mohr –
ein Stern vom andern Stern

Früher hieß Hedi Mohr Christian und war Einser-Abiturient. Jetzt ist er eine Sie, lebt in Berlin und hat beim Bundeswettbewerb Gesang den Gisela-May-Chansonpreis gewonnen. Ein Hinterhoftreffen.

Sie hat Eindruck gemacht. Auf die Jury beim renommierten Bundeswettbewerb Gesang, die ihr den Gisela-May-Chansonpreis verlieh. Auf das Publikum beim Preisträgerkonzert am Monatsanfang im Friedrichstadt-Palast, wo sie – im langen Schwarzen und mit ganz großer Geste – die „Seeräuber Jenny“ sang. Diese Sängerin müsse man sehen, hat es danach geheißen. Die sei so was von exzentrisch, total exaltiert, trete barfuß auf, habe zugleich blondes und graublaues Haar, sei jetzt eine Frau, vorher aber ein Mann gewesen, einfach ein eigenwilliger Charakter, mit einer guten Stimme und hoher Musikalität noch dazu. „Eine transsexuelle Chansonsängerin“ weiterlesen

Eine transsexuelle Chansonsängerin

Hinterhoftreffen mit Heidi Mohr –
ein Stern vom andern Stern

Früher hieß Hedi Mohr Christian und war Einser-Abiturient. Jetzt ist er eine Sie, lebt in Berlin und hat beim Bundeswettbewerb Gesang den Gisela-May-Chansonpreis gewonnen. Ein Hinterhoftreffen.

Sie hat Eindruck gemacht. Auf die Jury beim renommierten Bundeswettbewerb Gesang, die ihr den Gisela-May-Chansonpreis verlieh. Auf das Publikum beim Preisträgerkonzert am Monatsanfang im Friedrichstadt-Palast, wo sie – im langen Schwarzen und mit ganz großer Geste – die „Seeräuber Jenny“ sang. Diese Sängerin müsse man sehen, hat es danach geheißen. Die sei so was von exzentrisch, total exaltiert, trete barfuß auf, habe zugleich blondes und graublaues Haar, sei jetzt eine Frau, vorher aber ein Mann gewesen, einfach ein eigenwilliger Charakter, mit einer guten Stimme und hoher Musikalität noch dazu.

Das macht neugierig, da will man mehr wissen und schickt eine Interviewanfrage an den aufsteigenden Stern am Showhimmel raus.

Hedi Mohr ist 22, die Antwort kommt zügig, der Ton ist höflich, aber bestimmt. «Als Erstes wäre es mir lieb, wenn wir uns duzen könnten», mailt sie. Logo, Hedi, wird gemacht.

Sie wohnt wie aus dem Bilderbuch der armen Künstler: verrotteter Altbau in der Köpenicker Straße, zweiter Hinterhof. Jetzt bitte bitte Souterrain. Nein, es geht höher rauf. Hedi lacht. Sie singe zwar in feuchten Kellern, aber sie wohne nicht drin. Der Rock ist lang, das Angora-Oberteil flauschig, die mit Papierfetzen beklebte und bemalte Leinwand überm Küchentisch sieht selbst verfertigt aus. Ist sie aber nicht, sagt Hedi. Ihr Freund hat das Bild für sie gemacht. Und der Titel? «Hedi», sagt Hedi. Es ist blau und rosa, da ahnt man gleich eine Anspielung auf wechselndes Geschlecht. Verfrüht. «Das sind schwarz-weiße Klaviertasten, Blau steht für den Himmel und Rosa für das Abendrot.» Sie selber malt auch. Gerade arbeitet sie an einer Bewerbungsmappe für die UdK. «Ich suche ja immer Alibi-Studiengänge, damit ich nicht Musical studieren muss.» Mit 18, als sie noch er war, Christian hieß, in Gelsenkirchen lebte und das Abitur mit Durchschnittsnote 1,1 hinlegte, war ihr das schon suspekt – Musical studieren. Deswegen hat sie nach dem Gewinn des zweiten Bundespreises bei «Jugend musiziert» die Möglichkeit ausgeschlagen, an der Folkwang-Universität Essen genau das zu studieren. «War mir einfach zu flach.»

Flach oder einfach sind keine Kategorien für Hedi. Sonst hätte sie sich alles leichter gemacht. Wäre 2010 nicht nach Berlin gezogen, ohne jemanden zu kennen. Auf der Suche nach absoluter Freiheit, nach extremen Lebensentwürfen. Wäre nicht in der „queeren, linken Zeckenszene“, wie sie es nennt, und dem dazu passenden Hausprojekt gelandet. Hätte nicht Gender Studies und Musikwissenschaft an der HU studiert. Und vor allem nicht den Namen Christian und das dazugehörige Geschlecht abgelegt und sich Hedi genannt. Und zwar von ihrem Lieblingsmusical «Hedwig and the Angry Inch» inspiriert. «Das ist ein Alien-Name und ich denke die meiste Zeit, dass ich ein Alien bin.“ Ein Wesen vom anderen Stern, zufällig beheimatet auf dem Planeten Erde…..»

Quelle: Tagesspiegel

Aktionstag zum Transgender Day of Remembrance

Am Samstag, 23. November 2013, haben einige Aktivisten von TGNS zum Transgender Day of Remembrance in der Berner Altstadt einen Stand organisiert. Wir wollten über die 238 weltweit in einem Jahr bekanntgewordenen Morde an Transmenschen sprechen, aber auch konkret über die Situation von Transmenschen in der Schweiz. Um die Passanten für ein Gespräch zu gewinnen, haben wir 300 Päckchen mit Nüssen, Schokolade und Mandarinen vorbereitet. Dazu gab es – passend zum Motto der Veranstaltung «Give me some „T“» – kleine Becher mit heissem Tee, was bei der nasskalten Witterung besonders gut ankam. „Aktionstag zum Transgender Day of Remembrance“ weiterlesen

Im falschen Leib

5.12.2013

«Ein Transmann hat einen Frauenkörper und fühlt sich durch und durch als Mann. Eine Transfrau hat eine tiefe Stimme und Bartwuchs, aber eine weibliche Identität. Die Irritation ist gross, wenn die Geschlechterfrage nicht eindeutig ist.

Entweder Mann oder Frau, nichts scheint auf den ersten Bick so klar wie das. Aber die Verunsicherung ist gross, wenn der langjährige Kollege Müller ab sofort als Frau Müller angesprochen werden will. Die Irritation ist noch grösser, wenn der eigene Sohn auf einmal Frauenkleidung trägt. Und wie erklärt man den eigenen Kindern, dass Mama von nun an Papa ist?

Udo Rauchfleisch, Professor der Psychologie, hat sich ein Leben lang mit geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung beratend, therapeutisch und auch wissenschaftlich auseinandergesetzt. Er spricht ungern von Transsexualität und zieht den Begriff Transidentität vor. Wieso? Das erklärt er im Gespräch mit Cornelia Kazis in Kontext.»

Die ideale Sendung, um sein Umfeld mit der Trans-Thematik vertraut zu machen! Es wird auf gut verständliche Weise erklärt, was trans eigentlich ist (und was nicht).

Buchhinweis:
Udo Rauchfleisch: Anne wird Tom. Klaus wird Lara. Transidentität/ Transsexualität verstehen. Patmos Verlag

Sendung zum Nachhören und Herunterladen