Kosmopolitics – Rechtsrutsch, Antifeminismus und Gender-Bashing

Datum/Zeit
Date(s) - 11 Dez 2017
8:00 PM - 10:00 PM
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Ort
KOSMOS


Ein Gespräch mit dem Feministischen Salon

«Antifeminismus gibt es nicht erst seit dem Aufschwung rechtspopulistischer Kräfte. Angriffe gegen den Feminismus haben jedoch zugenommen und sind nicht nur ein Rechts-aussen-Phänomen, sondern kommen auch zunehmend aus der gesellschaftlichen Mitte. Sie sind eine Bedrohung für Frauenrechte (zum Beispiel das Recht auf Abtreibung) und feministische Anliegen (zum Beispiel Lohngleichheit oder der Kampf gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt). Und sie gehen nicht zuletzt mit homo- und transfeindlichen Positionen, mit Rassismus und anderen anti-emanzipatorischen Einstellungen einher. Antifeminist*innen und Gender-Kritiker operieren mit klassischen Feindbildern: Sie konstruieren das Bild einer «feministischen Diktatur» und positionieren sich als Opfer einer angeblich weltweiten Kampagne der politisch Korrekten, der Frauen, Queeren und People of Color. Das Feindbild dient dazu, sich selbst als «rebellisch» zu inszenieren und eine Politik zu propagieren, die sich von Minderheiten nichts mehr sagen lässt, die endlich wieder rücksichtslos sein darf, die scheinbar mutig ausspricht, dass es mit der Emanzipation der Frauen (und anderer) jetzt mal reicht. Propagiert wird eine Politik, die sich wieder Nationalismus, Leitkulturdenken und Ressentiments leistet und sich weigert, sich den Herausforderungen einer pluralistischen und offenen Gesellschaft zu stellen.» (Text: Feministischer Salon)

Ein Gespräch mit Rahel El Maawi (Bla*Sh – Netzwerk Black She),
Elisabeth Joris (feministische Historikerin),
Franziska Schutzbach (Geschlechterforscherin und Feministin) und
Hannes Rudolph (Transgender Network Schweiz und HAZ).

Weitere Infos

KOSMOS
Lagerstrasse 104
8004 Zürich
UTC+01
Türöffnung: 19.30 Uhr
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt frei