1.-3. Oktober 2010

Unter dem Motto «Embracing Diversity – Stretching Boundaries – Demanding Rights» ging am ersten Oktoberwochenende in der Universität Malmö, Schweden, die dritte Konferenz von Transgender Europe über die Bühne. Rund 250 Aktivist_innen aus ganz Europa sowie Übersee (Südafrika, Argentinien, Peru, Indien, Philippinen, Kirgistan, etc.) nahmen an dem Council teil. TGNS war vertreten durch Marie-Noëlle Bächler und Alecs Recher.

Alecs und Marie-Noëlle am TGEU Council in Malmö 2010
Alecs und Marie-Noëlle am TGEU Council in Malmö 2010

Die Eröffnungsansprache von Vladimir Luxuria, Moderatorin und ehemaliges Parlamentsmitglied Italiens, und eine starke Videobotschaft von Thomas Hammarberg, Menschenrechtskommissar des Europarates, machten bereits am Freitagmorgen klar, wo TGEU heute angekommen ist: in den etablierten und wichtigsten Organen der europäischen Politik. Jeden Tag stand ein Panel zu einem der drei Themenpunkte auf dem Programm mit Vertreter_innen vor allem der wichtigsten Partner und Mitglieder NGOs (eine Regierungsvertreterin Schottlands, des schwedischen Gesundheitsministeriums, Amnesty International, European Womens Lobby, ILGA, etc.). Die unterschiedlichsten Aspekte und Anliegen der Transwelt wurden in unzähligen Workshops diskutiert. Wir befassten uns mit Themen wie Rassismus in der Transbewegung, dem Aufbau eines globalen Transnetzwerks, der TGEU Strategie für die nächsten zwei Jahre, Depathologisierungskampagne, strategische Prozessführung und vielem mehr.

Der Austausch von Erfahrungen und best practices, die Pflege alter Freundschaften und knüpfen neuer Kontakte stand jedoch im Vordergrund und macht diese wie jede Transkonferenz zu einem einmaligen und unvergesslichen Erlebnis.

Teil des zweijährlichen Councils bildet stets auch die Generalversammlung. Was das Steering Committee in seinem Report der letzten beiden Jahre an Arbeit und Erfolgen aufzeigen konnte, kann nur als beeindruckend bezeichnet werden. Wir freuen uns, dass auch für 2010-2012 neun erfahrene und grossartige Aktivist_innen das Ruder in die Hand nehmen. Mit dem Co-Präsidium Julia Ehrt und Richard Köhler, beide aus Berlin, kann TGEU wohl nur von einem Glücksfall reden.

Leider wurde der Council überschattet von rassistisch-transphoben tätlichen Angriffen gegen türkische Transaktivist_innen in einem Club, gefolgt von absolut inakzeptabel diskriminierender Behandlung durch die lokale Polizei. TGEU und RFSL als lokale Organisatorin reagierten mit einer Deklaration, klaren Forderungen gegenüber den Behörden und einer Demonstration am Ort des Geschehens. In seiner offiziellen Ansprache anlässlich des Empfangs im Rathaus drückte der städtische Vertreter sein Bedauern darüber aus.

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